Ich war leer. So leer wie ein leerer Pappkarton. Unauffällig, unbeachtet, gefühllos,gleichgültig, lustlos einfach nur leer.
Kennst du dieses Gefühl? Es ist hässliches Gefühl!
Heute habe ich mich beim Leer-Sein beobachtet. Ich war in Zürich und Leer, ich wollte am Abend eine Freundin treffen und da ich noch ein bisschen shoppen wollte ging ich einige Stunden, na ja, es waren ziemlich viele Stunden, früher. Doch was ich nicht wusste als ich ging war, dass ich leer war.
Ich sah schöne Dinge, doch ich fühlte nichts.
Ich rannte durch Geschäfte, fand nichts.
Ich sprach mit Leuten, doch ich hörte nichts.
Ich ging durch schöne Strassen, doch ich schaute nicht richtig hin.
Niemand beachtete mich, ich war grau. Unsichtbar. Doch ich war nicht unglücklich deswegen.
Ich sass im Bücherladen, Leer. Keine Begeisterung für das geschriebene Wort. Nur sitzen schauen, sitzen schauen. Existieren.
Ich war nicht deprimiert, ich war nicht traurig, nur leer. Jedoch weiss ich aus Erfahrung, dass diese Leere irgendwann zu schlechter Laune führt. Diese miese Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit führt unweigerlich zu Unzufriedenheit mit der Situation. Zu Melancholie und wenn die Leere einem ganz lange befällt auch zu einer Depression, doch das habe ich zum Glück noch nie erlebt.
Schlecht ist, wenn einem diese Leere auf Reisen befällt, es ist dann ganz schwierig sie loszuwerden. Meistens befällt sie einem wenn man alleine unterwegs ist und dann muss man ganz schnell unter laute, lustige Leute oder noch schneller den Ort wechseln. Sonst verliert man die Freude am Unterwegs sein und nichts ist mehr so toll wie es eigentlich wäre. Ein grauer Schleier über der Welt.
Heute war ich aber leer in Zürich, zum Glück nicht allzu weit weg und wärend meines Sitzen und Schauen im Bücherladen, guckte ich auf mein Handy und bemerkte dass meine Freundin schon vor über einer Stunde abgesagt hatte, sie war krank und dann ich ging einen Chai-Latte, in einem wunderbar niedlichen Kaffee trinken. Und Bumm, das ICH war wieder da. Glückcherweise. Die Leere war weg und ich strahlte wieder und musste ganz schnell zum Zug rennen, damit ich ihn nicht verpasste.
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Freitag, 11. Januar 2013
Brief an Mich: Absolute Leere
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Hirnwurm
Freitag, 4. Januar 2013
Brief an Mich, oder bin ich verrückt?
Bin ich nicht normal, wenn ich Briefe an mich schreibe? Ich bin wahrscheinlich genau so normal wie du, der das gerade liesst. Dass man normal ist möchte niemand so richtig zugeben und doch liegen die meisten von uns mit ihrer Abnormalität irgendwo im Durchschnitt des menschlichen Benehmens. An sich selber zu schreiben gilt als normal, Tagebuch kennt jeder und von dem erfährt ja eigentlich selten jemand, ausser wenn irgendein Bösewicht das geheim Geschriebene durchliesst. Führe ich aber Selbstgespräche hört man oft, man sei nicht ganz gesund im Oberstübchen. Wo ist eigentlich der Unterschied und stimmt das? Gehöre ich deshalb in die Klapse? Gehörst du in die Klapse? Nein, nein, keine Angst, dieser Artikel vom Tagesanzeiger, hat dieses Thema behandelt und Gratulation, führst du Gespräche mit dir selbst bist du ein überaus vernünftiger Mensch. So helfen diese Selbstgespräche zum Beispiel beim Abbau von Frustration (Fluchen) und Trauer und wenn wir uns selbst anspornen geht sowieso Alles zehnmal besser, ist es nicht so?
Also, wir sind nicht verrückt sondern klug und deshalb ist ein Brief an mich auch nicht verrückt.
Weshalb aber dieser Titel?
Schon lange schreibe ich Dinge für mich auf, manchmal in Form eines Tagebuches und manchmal in der Du-Form, manchmal als Ich. Ganz oft sind es aber einfach Momente die ich in möglichst verschlungenen Worten beschreibe. Irgendwann habe ich entdeckt, dass ich die Form eines Tagebuchs nicht sehr mag. Ich fühle mich dann wie gehemmt zu schreiben, es ist einfach zu wenig Abstand da, deshalb habe ich irgendwann begonnen Briefe an Mich zu schreiben. Es lässt mich die Dinge die ich erlebt, gesagt, gesehen oder gefühlt habe mit anderen Augen sehen. Als würde ein Dritter das Geschehene noch einmal durchleuchten. Irgendwie gewinne ich so Abstand, verstehe einfacher und oft sind die Dinge mit Abstand gesehen wesentlich Unterhaltsamer als wenn man mitten drinn ist.
Eigentlich ist ja ein Blog auch so eine Art Brief an sich und die ganze Welt. Na ja, wohl eher an die ganze Welt, aber es ist ja jedem selber überlassen welche Briefe er lesen möchte und welche er nicht beachtet.
Also wenn ihr in Zukunft Briefe an Mich findet, dann könnt ihr euch entweder mit meiner verschobenen Gedankenwelt auseinandersetzen oder ganz schnell weiter klicken! :)
Also, wir sind nicht verrückt sondern klug und deshalb ist ein Brief an mich auch nicht verrückt.
Weshalb aber dieser Titel?
Schon lange schreibe ich Dinge für mich auf, manchmal in Form eines Tagebuches und manchmal in der Du-Form, manchmal als Ich. Ganz oft sind es aber einfach Momente die ich in möglichst verschlungenen Worten beschreibe. Irgendwann habe ich entdeckt, dass ich die Form eines Tagebuchs nicht sehr mag. Ich fühle mich dann wie gehemmt zu schreiben, es ist einfach zu wenig Abstand da, deshalb habe ich irgendwann begonnen Briefe an Mich zu schreiben. Es lässt mich die Dinge die ich erlebt, gesagt, gesehen oder gefühlt habe mit anderen Augen sehen. Als würde ein Dritter das Geschehene noch einmal durchleuchten. Irgendwie gewinne ich so Abstand, verstehe einfacher und oft sind die Dinge mit Abstand gesehen wesentlich Unterhaltsamer als wenn man mitten drinn ist.
Eigentlich ist ja ein Blog auch so eine Art Brief an sich und die ganze Welt. Na ja, wohl eher an die ganze Welt, aber es ist ja jedem selber überlassen welche Briefe er lesen möchte und welche er nicht beachtet.
Also wenn ihr in Zukunft Briefe an Mich findet, dann könnt ihr euch entweder mit meiner verschobenen Gedankenwelt auseinandersetzen oder ganz schnell weiter klicken! :)
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