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Sonntag, 3. Juni 2012

Erkenntnis der Nacht

Ein Weiser sagte einst: Du musst nichts ausser sterben. Irgendwie fand ich diesen Spruch bisher ziemlich anarchistisch. Ein Spruch der von Jugendlichen benutzt wird, wenn sie sich ihren Eltern widersetzen wollen. Als Jugendliche habe ich den Spruch auch manchmal verwendet, aber ohne den Inhalt zu begreiffen. Es ging eher um Arbeit, die ich nicht machen wollte. Ohne mir darüber im Klaren zu sein, dass ich es nicht machen muss, sondern dass ich jemandem eine Freude mache, wenn ich ihm helfe. Weiter als an mich, habe ich damals nicht gedacht.

Die andere Botschaft dieses Spruches ist, dass müssen ein negatives Verb ist. Wenn ich mich motivieren will um zu lernen und ich mir sage: Ich muss heute lernen. Empfinde ich das überhaupt nicht als Motivation. Wenn ich mir aber sage, ich will die Prüfung bestehen, also will ich lernen. Dann ist das viel motivierender.


Genauso ist es mit anderen Dingen, wenn ich denke: Ich muss einkaufen, ich muss Sport machen, ich muss zur Schule gehen, dann empfinde ich es als Zwang und es schwingt immer ein bisschen Selbstmitleid mit. Ausserdem bin ich bei müssen, nicht gewillt weiter zu denken. Wenn ich etwas muss, hat es dann positive oder negative Folgen? Ich will gar nicht daran denken.
Wenn ich meine Denke aber umformuliere und das muss streiche tönt es doch viel besser: Ich gehe einkaufen, ich mache Sport, ich gehe zur Schule und alles mache ich, weil ich es machen will. Weil es mir etwas bringt. Weil ich weiterkommen will. Weil ich jemandem eine Freude machen möchte. Ohne den befehlenden, unmotivierenden Unterton von müssen.
Was sind also die Folgen wenn ich etwas nicht mache, weil ich es nicht tun muss? Soll ich es dann einfach lassen? Oder wird mir dann klar, dass ich es eigentlich tun will?
Muss ich den Berg hoch? Werde ich den Weg auf mich nehmen? Ich will den Berg hoch! Denn was oben auf mich wartet ist einfach toll.



Diese Bilder sind übrigens im Sequoia National Park in den USA entstanden :)

Mittwoch, 11. April 2012

Genervt

Sie nerven mich
mit ihren stummen Mündern,
mit ihrer beschäftigten Abwesenheit,
mit der Stille als Antwort
auf alle meine wichtigen Fragen.

Ich warte.
Ich warte für nichts.
Tag um Tag,
schiebe ich Informationen herum.
Hin und her, und immer wieder,
verhasple mich im Ändern der Langeweile.

Sie verzögern, geschäftig,
was sie schon längst hätten beantworten können.
Sie nerven!
Geschäftige Stille als Antwort.
Meine Nerven liegen blank.

Montag, 20. Februar 2012

Monday Knows

Landschaft der Langeweile

Dumpfe Öde übertönt den rauschenden Bach.
Langweile, geboren aus unvollendeten Dingen 
ticken im Gleichtakt, der sich ähnelnden Tagen, die Zeit weg und 
nehmen den Dingen den Wind aus den Segeln.
Sie bleiben dort stehen, wo das Heute und das Morgen die Zwillinge von gestern und übermorgen sind und nur das Erschlaffen der Haut die Zeit zeichnet.

(delademoiselle)

Sonntag, 2. Oktober 2011

Lüge

"...Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (Lügner) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der oder die Empfänger sie trotzdem glauben. Dies geschieht meist, um einen Vorteil zu erlangen oder um einen Fehler oder eine verbotene Handlung zu verdecken und so Kritik oder Strafe zu entgehen. Von 'Unwahrheit' spricht man, wenn die Aussage tatsächlich auch nicht korrekt ist, der sich Äußernde das aber nicht weiß und es nur fälschlich angenommen hat. Gelogen wird auch aus Höflichkeit, aus Scham, aus Angst, Furcht, Unsicherheit oder Not (‚Notlüge‘), um die Pläne des Gegenübers zu vereiteln oder zum Schutz der eigenen Person, anderer Personen oder Interessen (z. B. Privatsphäre, Intimsphäre wirtschaftliche Interessen)...."


Mittwoch, 28. September 2011

Draussen scheint die Sonne

hier weht einem EDV um die Ohren.