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Freitag, 11. Januar 2013

Brief an Mich: Absolute Leere

Ich war leer. So leer wie ein leerer Pappkarton. Unauffällig, unbeachtet, gefühllos,gleichgültig, lustlos einfach nur leer.
Kennst du dieses Gefühl? Es ist hässliches Gefühl!
Heute habe ich mich beim Leer-Sein beobachtet. Ich war in Zürich und Leer, ich wollte am Abend eine Freundin treffen und da ich noch ein bisschen shoppen wollte ging ich einige Stunden, na ja, es waren ziemlich viele Stunden, früher. Doch was ich nicht wusste als ich ging war, dass ich leer war.
Ich sah schöne Dinge, doch ich fühlte nichts.
Ich rannte durch Geschäfte, fand nichts.
Ich sprach mit Leuten, doch ich hörte nichts.
Ich ging durch schöne Strassen, doch ich schaute nicht richtig hin.
Niemand beachtete mich, ich war grau. Unsichtbar. Doch ich war nicht unglücklich deswegen.
Ich sass im Bücherladen, Leer. Keine Begeisterung für das geschriebene Wort. Nur sitzen schauen, sitzen schauen. Existieren.
Ich war nicht deprimiert, ich war nicht traurig, nur leer. Jedoch weiss ich aus Erfahrung, dass diese Leere irgendwann zu schlechter Laune führt. Diese miese Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit führt unweigerlich zu Unzufriedenheit mit der Situation. Zu Melancholie und wenn die Leere einem ganz lange befällt auch zu einer Depression, doch das habe ich zum Glück noch nie erlebt.
Schlecht ist, wenn einem diese Leere auf Reisen befällt, es ist dann ganz schwierig sie loszuwerden. Meistens befällt sie einem wenn man alleine unterwegs ist und dann muss man ganz schnell unter laute, lustige Leute oder noch schneller den Ort wechseln. Sonst verliert man die Freude am Unterwegs sein und nichts ist mehr so toll wie es eigentlich wäre. Ein grauer Schleier über der Welt.


Heute war ich aber leer in Zürich, zum Glück nicht allzu weit weg und wärend meines Sitzen und Schauen im Bücherladen, guckte ich auf mein Handy und bemerkte dass meine Freundin schon vor über einer Stunde abgesagt hatte, sie war krank und dann ich ging einen Chai-Latte, in einem wunderbar niedlichen Kaffee trinken. Und Bumm, das ICH war wieder da. Glückcherweise. Die Leere war weg und ich strahlte wieder und musste ganz schnell zum Zug rennen, damit ich ihn nicht verpasste.

Dienstag, 1. Januar 2013

Hey you! Yes you! Look at me!

 


Who am I for you? A little person lying on the moon, all alone? No, no, I am not alone. Look better! Who am I?
Am I your little thinker, before a big decision?
Am I your little reposer, when you need the silence and the inner peace most?
Or am I your little dreamer on the moon? Lying up there, with all your fantasy, your dreams, your covert wishes.


It doesnt matter what i am for you. I am whatever you feel like. I am the dreamer, the person who makes holidays on the moon, sleeper, hanger or melancholic thinker. And when you look at me closly, you can see that I smile!

I wish you time for yourself!

Happy new year!



Sonntag, 4. März 2012

Flucht

Dunkle Furcht
verrucht
seist du, bist du.
Unendlich und süss,
trügerisch boshaft,
falsch und gemein.
Du bist auf der Flucht,
unaufhörlich, immer, immer!

Renn! Renn!
Sie werden dich nicht einholen!
Niemals.
Du bist so schnell.
Renn! Renn!

Nur du,
dein ständiger Begleiter.
Immer, immer mit dir,
du bringst dich nicht weiter.
Und sie haben dich!
Renn! Renn! Renn!
Du wirst verlieren,
gegen dich.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Charlie Chaplins Rede

schon so alt, aber irgendwie... geht sie einem nahe. passend, auch heute noch!!!






“I’m sorry but I don’t want to be an Emperor, that’s not my business.
I don’t want to rule or conquer anyone. I should like to help everyone if possible, Jew, gentile, black man, white.
We all want to help one another, human beings are like that. We want to live by each other’s happiness, not by each other’s misery.
We don’t want to hate and despise one another. In this world there is room for everyone and the good earth is rich and can provide for everyone.
The way of life can be free and beautiful. But we have lost the way. Greed has poisoned men’s souls, has barricaded the world with hate; has goose-stepped us into misery and bloodshed.
We have developed speed but we have shut ourselves in. Machinery that gives abundance has left us in want.
Our knowledge has made us cynical, our cleverness hard and unkind. We think too much and feel too little.
More than machinery we need humanity. More than cleverness we need kindness and gentleness.
Without these qualities, life will be violent and all will be lost. The aeroplane and the radio have brought us closer together.
The very nature of these inventions cries out for the goodness in men, cries out for universal brotherhood, for the unity of us all.
Even now my voice is reaching millions throughout the world, millions of despairing men, women and little children, victims of a system that makes men torture and imprison innocent people.
To those who can hear me I say “Do not despair”.
The misery that is now upon us is but the passing of greed, the bitterness of men who fear the way of human progress: the hate of men will pass and dictators die and the power they took from the people, will return to the people and so long as men die liberty will never perish.
Soldiers: don’t give yourselves to brutes, men who despise you, enslave you, who regiment your lives, tell you what to do, what to think and what to feel, who drill you, diet you, treat you like cattle, use you as cannon fodder. Don’t give yourselves to these unnatural men, machine men, with machine minds and machine hearts.
You are not machines. You are not cattle. You are men. You have the love of humanity in your hearts.
You don’t hate, only the unloved hate. Only the unloved and the unnatural. Soldiers: don’t fight for slavery, fight for liberty.
In the seventeenth chapter of Saint Luke it is written: “The kingdom of God is within man” Not one man, nor a group of men, but in all men; in you, you the people have the power, the power to create machines, the power to create happiness.
You the people have the power to make life free and beautiful, to make this life a wonderful adventure.
Then in the name of democracy let us use that power, let us all unite. Let us fight for a new world, a decent world that will give men a chance to work, that will give youth a future, and old aged security.
By the promise of these things, brutes have risen to power, but they lie. They do not fulfill that promise, they never will.
Dictators free themselves but they enslave the people. Now let us fight to fulfill that promise.
Let us fight to free the world, to do away with national barriers, do away with greed, with hate and intolerance.
Let us fight for a world of reason, a world where science and progress will lead to all men’s happiness.
Soldiers! In the name of democracy, let us all unite!”

Montag, 2. Januar 2012

Monday Knows

Vom Tag, an dem der kleine Vogel Tod vom Ast stürzte....

Es ist der Tag an dem der kleine Vogel Tod vom Ast stürzt
und sein Aufprall die Erde beben lässt,
sie aufreisst
und flüssiges Lava wie Blut aus ihren Wunden ströhmt.
Berge heulen beim Schmerz der Hitze auf,
suchen Linderung in den kühlen Weiten des Wassers.
Ihr Sturz löst Wellen aus,
so riesig wie der höchste aller Türme und noch viel grösser.
Die Wellen werfen Fische und Pflanzen des Wassers an Land,
in die Weiten der unendlichen Wüsten.
Erfreut über Speis und Trank lassen Wüsten Grässer und Pflanzen gedeihen,
welche wiederum Lebewesen gebären und ihnen Schutz bieten.
Die Welt entsteht in neuer Pracht,
bis zu dem Tag, an dem der kleine Vogel Tod vom Ast stürzt
und sein Aufprall die Erde beben lässt.
de la demoiselle

Mittwoch, 23. November 2011

Also ob...

Dein Leben ist,
als würdest du versuchen
deinen Namen 
zwischen zwei Wellen
in den Sand zu schreiben.
Wenn du Glück hast,
bist du fertig,
bevor die nächste
Welle bricht.

Samstag, 12. November 2011

Die Welt dort drüben

Drüben steht die Welt Kopf,
sie bimmelt und rudert
und bummelt und seufzt
und brummelt und summelt
und grämt und grinst.

Drüben steht die Welt Kopf.
Dort drüben, sie steht wirklich Kopf,
denn dort steht Wasser aufrecht,
und Orangen liegen quer,
und Kartoffeln schwimmen in Schwärmen,
und Frösche haben weisse Bäuche,
und Öfen heizen für Draussen
und alle haben heiss, Drinnen.

Drüben steht die Welt Kopf.
Denn Kinder schweigen
und Erwachsene schreien und kichern.
Hysterisch, hysterisch!
Kriegsbemahlung aufgemahlt,
mit Fellen und Federn geschmückt
und kriegen und fluchen und lästern,
ganz schlimm, ganz schlimm!
Und oben, zu oberst, ganz oben schnarchen sie laut aus dem Fenster raus.
Die Erwachsenen so laut, so unverschämt laut.
Unverschämt so laut!
So laut, dass sich die Haare in den Abflussrohren aufstellen
und sich parfümieren, kein gutes Parfüm, nein, gar kein gutes.Pfui.
Und sie stehen auf und lassen nichts mehr durch.
Rein gar nichts. Nichts. Niemanden.
Weshalb? Weshalb?

Drüben steht die Welt Kopf
und ich bin mitten drinn.
Drüben.
Die Welt steht Kopf.
Kopf steht die Welt.
So Kopf.
Drüben.