Freitag, 27. September 2013

Der Massaweg. Von Blatten hoch hinauf zur Riederfurka

Eine Erinnerung an den Sommer.
Eigentlich ist er noch nicht weit, doch in der Erinnerung ist er ein kurzesr heller Blitz zwischen dem ewigen Grau dieses Jahres. Ein bisschen Hoffnung bleibt, vielleicht ist der Herbst auch noch einmal gütig mit uns auch wenn er gerade eine Pause einlegt. Hoffen wir es doch.

Mit einer Freundin wollte ich dieses Jahr eine zweitägige Wanderung machen. Am ersten Tag entschieden wir uns für den Massaweg. Eine ganz wunderbare und gemütliche Wanderung von Betten nach Ried-Mörel, mit zusätzlichen 700 Höhenmeter zu Fuss hinauf auf die Riederfurka.
Der Massaweg ist ein Info-Pfad über die Suonen die seit mehr als 700 Jahren das Wallis bewässern. Heute sind es in den Fels geschlagene Röhren früher waren Suonen offene Gräben und Wasserrinnen, die die Bewohner an den Bergen 'befestigten' oder hineinschlugen um  in den heissen Sommern das untere Land zu bewässern. Eine schwere Arbeit für mutige Männer, die vielen den Tod brachte. Oft sind die Berge überhängend und ich fragte mich, wie die Leute die Rinnen ohne moderne Hilfsmittel an diesen steilabfallenden Hängen befestigen konnten.




Die erste Aussicht nachdem wir durch einen wunderbaren Märchenwald ob Blatten gewandert waren.

 

Hier der erste typische Pfad, der in neuster Zeit in den Berg gesprengt wurde wo früher die Suonen verliefen.



Das hier ist nun  der Rest einer sochen Suone, ich mag mir gar nicht vorstellen wie die Leute anno dazumals diese Leitungen befestigt und die empfindlichen Holzrinnen nach jedem Winter gewartet haben.


 Links neben dem Pfad seht ihr eine weitere Suone, diesmal in die Erde gegraben.


Aussicht über Ried. Der Aufstieg auf die Riederalp war ziemlich steil und nicht sehr gut beschildert wie wir leider feststellen mussten, denn wir verirrten uns. Glücklicherweise hatten wir immer die Seilbahn in Sicht und so war es trotz etwas Angstschweis nicht allzu schwierig die richtige Richtung beizubehalten.

Das Naturschutzzentrum Villa Cassel auf der Riederfurka, gut 30 min oberhalb der Riederalp. In dieser tollen 'Alphütte' kann man auch übernachten. Wir fanden leider keinen Platz mehr in der prächtigen Villa und übernachteten in dem 'Hotel Mountain Resort' rechts neben dem Bild, was auch sehr gemütlich war.

Donnerstag, 19. September 2013

Was sagt dir Neo-Minimalismus?

Was ist Neo-Minimalisumus? Vor kurzem hätte ich auf die Frage mit 'Bahnhof' geantwortet. Bis eine Freundin mir dieses Video schickte und meinte ich solle mir das mal anschauen.

Neo-Minimalisten leben nach dem Prinzip 'Weniger ist mehr'. Sie verkaufen und verschenken bewusst alles was sie nicht wirklich brauchen, entrümpeln ihr Leben, schaffen Platz für ihre Gedanken und befreien sich von dem unnötigen Plunder der sich über die Jahre unweigerlich ansammelt.
Es gibt ganz krasse Beispiele von Leuten die wirklich kaum noch was besitzen, ihr Hab und Gut hat ständig in einem Rucksack Platz. Moderne Nomaden vielleicht?

Hier zwei kurze Videos dazu:







Ich bin kein Mensch der viele Dinge besitzt oder auch besitzen muss.Ich bin einfach nicht der Typ der unnötig viele Dinge kauft, und oft tut es das Alte auch noch. So ist es mit meinem Labtop, mit meinem Fahrrad, mit meinen Schuhen und so weiter. Wenn ich dann mal beschliesse etwas zu kaufen tue ich mich schwer, kann stundenlang über zwei Paar Schuhen brüten bis ich mich endlich für ein Paar entscheiden kann. Oftmals dauert so eine Entscheidung mehrere Tage, klingt albern ich weiss und ich habe auch oft schon Leute, inklusive mich, damit zur Weissglut gebracht.
Aber weshalb, frage ich mich, kaufe ich etwas, was ich nicht wirklich möchte oder brauche. Weshalb soll ich auf gute Qualität verzichten nur um mehr von etwas zu haben?

Konsum. Der Konsum ist meiner Meinung eine der grössten Krankheiten oder Irrtümer unserer Gesellschaft. Überall werden wir zum Konsumieren angestachelt. Was uns die Medien und unser Umfeld vermittelt ist, dass wir konsumieren müssen, weil alles was es zu kaufen gibt so wunderbar praktisch, nützlich ist und wir es unbedingt haben müssen. Wir werden mit dem identifiziert was wir zur Schau stellen.
Wir müssen unser Leben konsumieren. Alles haben, alles machen und überall hinfahren. Wir konsumieren Ferien, Freizeit, Familie, Arbeit.

Über dieses unbedingt haben müssen, vergessen die Leute ganz oft was ohnehin da ist. Anstatt zum Beispiel sämtliche Bücher neu zu kaufen, können wir in die Bibliothek gehen und allwöchentlich das Gefühl geniessen zwischen Büchern herumzuwandern, zu schmöckern, interessante einzupacken weniger interessante stehen zu lassen und das alles ohne schlechtes Gewissen gegenüber unserem Geldbeutel oder Bücherregal, glücklicherweise können wir sie auch wieder zurück bringen.
Das ewige Neu-Gestalten und Nie-Zufrieden-Sein saugt unglaublich viel Energie, Zeit und Lebensfreude. In der Schweiz gibt es ein tolles Kinderlied "de Hans im Schnäggeloch" zu Deutsch der Vers "der Hans im Schneckenloch". Passend für all die traurigen Gestalten.


Ich könnte noch stundenlange Ausführungen über dieses Thema machen, denn es macht mich traurig all diese Leute zu beobachten. Wie sie in ihrem Konsumrausch den Blick fürs Wesentliche verlieren, wie sie ganz wunderbare Dinge nicht mehr wahrnehmen, unsere Umwelt nicht mehr verstehen, einander nicht mehr sehen und so viele Dinge vergessen ihren Kindern beizubringen.

Trotzdem möchte ich kein Neo-Minimalist sein. Ich mag meine Wohnung und die Kreativität mit der ich sie beleben kann. Ich mag es gemütlich und ich mag es, wenn ich irgendwo zu Besuch bin, die Dinge die zu dieser Person gehören, anzuschauen.
Ich lebe zufrieden ohne den Wunsch nach dem neusten Schrei. Ich wurde so erzogen und es taugt mir eigentlich ganz gut. Ich habe gelernt mir Prioritäten zu setzen, nicht alles zu besitzen, nein zu sagen obwohl es nicht immer leicht ist. Ich habe gelernt, dass Nein ist nur im Moment schwer zu ertragen ist, einige Augenblicke später hat man es bereits wieder vergessen.
Ich denke jeder muss für sich ausprobieren mit viel 'Material' er zufrieden ist. Man muss sich Zeit geben um herauszufinden wieviel man wirklich braucht, die Veränderungen bewusst zu sehen und sich dann das auch wirklich eingestehen.


Sonntag, 2. Juni 2013

lausige tage vermalen


Vor kurzem habe ich die Modelling-Paste entdeckt und ich finde sie super. Noch bin ich kein wirklicher Könner im Gebrauch von der Paste, doch ich glaub, das muss man auch nicht sein. Ich schmier das Zeug einfach kreuz und quer drauf und es schaut ganz toll aus, in meinen Augen auf jeden Fall.
Ich finde ein Bild viel interessanter wenn es ein bisschen Schatten, Kontur oder Tiefe hat. Das bringt man mit Modelling-Paste super hin, vor allem mit dem Malen von Acryl-Farbe.   Das Bild sieht auch nicht so verschwommen aus wie auf dem Foto, ein Hirsch im fotografieren und dem Bearbeiten von Bildern bin ich ebenfalls noch nicht :).



Je nach Druck den man beim bemalen ausübt, gibt es richtig tolle Muster und Schatten. Auf meinem ersten Versuchskaninchen, dem 'grünen Bild', ist das gut zu erkennen.
 




Mit dem Endergebniss vom 'grünen Bild' bin ich ziemlich zufrieden, obwohl die Farben etwas dezenter und weniger leuchtend sein könnten.
Bei meinem zweiten Bild, das ich mit der Paste bearbeitet hab, sieht man den Effekt deutlich weniger. Ich habe absichtlich weniger Paste verwendet und die nicht allzutolle Qualität des Fotos trägt dazu bei, dass von den Konturen kaum was zu erkennen ist, zudem stimmen die Farben nicht überrein. Ich mag das Bild trotzdem. Im Moment bin ich mir noch am überlegen, wie ich am besten einen geeigneten Ramen für das Ding herstellen kann und es schwebt mir so einiges im Kopf rum. Ihr werdet das Endergebnis dann hoffentlich in besserer Fotoqualität zu Gesicht bekommen.



Montag, 27. Mai 2013

Blumentanz


Es war wahrlich ein Tanz von Blumen auf der Orchideenschau in Winterthur. Die Bilder sind schon etwas älter, ja, ich hab sie im März gemacht, doch das Wetter war damals wie heute genau das gleiche und die Bilder sind es allemal wert gezeigt zu werden, findet ihr nicht?

Eine Orchidee hat heute ja schon beinahe einen Status von Komerz, in jedem Haus, in jeder Wohnung ist sie anzutreffen. Billig, in tausend Sorten, zu Massen produziert. Diese 0815 Pflanzen gehören meistens der Gattung der Phalenopsis an und obwohl die Blumen wirklich ganz toll sind und ich auch eine besitze, langweilen sie mich ein wenig. Dabei gibt es eine solch grosse Vielfalt von verschiedenen Gattungen, Arten und Sorten. Zum Teil auch einheimisch Orchideen, von denen ich hier leider keine Bilder habe.
Diese Orchideen aber, ja, man erkennt auf den Fotos meine momentanen Vorlieben ganz eindeutig sind kleine Schätze und stahlen eine Faszination und Zartheit aus, die mich in den Bann zieht. Sie sehen aus wie Zauberer, Tänzer oder Insekten und auf dem letzten Bild ist, in der Mitte der Blume, sogar eine kleine Schildkröte mit Schnurrbart zu erkennen.









Dienstag, 21. Mai 2013

on a place called freedom.

Es war Sonntag und trotz des miserablem Wetterberichts wunderschönes Wetter. Ich mag diesen wundervollen Ort. Der Boden nass, vollgesaugt mit Wasser, genauso vollgesaugt waren meine Schuhe nachdem ich versucht hab um den Teich zu klettern.



Verzaubert schwebten winzige Samenstände wie Feen im Licht, tanzten in den Schatten, verschwanden. Leider konnte ich diese kleinen Tänzer nicht mit der Kamera einfangen. Anders mit dem Frosch, der da ganz munter gequatscht hat. Das erste mal, dass ich einen quatschenden Frosch gesehen hab und ich denke, dass ich diesen Frosch mit dem netten Lächeln mag.






Irgendwann werde ich diesen Ort in den frühen Morgenstunden besuchen, wenn noch Nebel über dem Ried schwebt.





Dienstag, 29. Januar 2013

---- Das Labyrinth der Wörter-------

-----------'Das Kind dachte, es sei das einzige kleine Mädchen auf der Welt. Aber wusste es überhaupt, dass es ein kleines Mädchen war?' - Das Kind am Meer vorgelesen von Germain.--------------

 
Ich möchte euch heute wieder einmal einen Film vorstellen. Es ist kein Film mit Action oder grossartiger Spannung. Es ist ein Film über die Liebe zu Büchern und zu den Menschen.  Ein Film mit viel Herz.


-----------'In Liebesgeschichten gibt es nicht immer nur Liebe, machmal gibt's nicht mal ein 'Ich Liebe Dich' und doch liebt man sich. -Germain, im Labyrinth der Wörter-------------



Den Trailer finde ich nur mittelmässig gut, schaut euch den Film lieber selber an.



Sonntag, 27. Januar 2013

Heimatgefühl?

Es war eine Vollmondnacht, die letzte Nacht. Hexennacht, als wir uns seit langem wieder einmal trafen. Ehemalige Arbeitskollegen.

Bild aus dem Garten meiner Eltern.
Wie lange ist es her, seit ich dort mit ihnen jeden Tag gearbeitet, gelacht und gefeiert habe? Eineinhalb Jahre. Vor eineinhalb Jahren habe ich meinen Job gekündigt und bin bei meiner Grossmutter ausgezogen. Wie traurig meine Grossmutter war, wie ängstlich und doch voller Zuversicht ich in die Zukunft schaute und alles was ich in den zwei Jahren liebgewonnen hatte wieder verliess.
Eine Reisende, unterwegs. Zwei Jahre waren vorbei. Zeit weiter zu ziehen.
Doch gestern war ich wieder da. In unserer ehemaligen Stammkneipe habe wir Met getrunken, sind durch die Strassen gezogen und an einer Faschingsparty gelandet. Die Strassen, die Gebäude, die Erinnerungen, die Gespräche, das Lachen, alles so vertraut und doch war ich fremd. Es war ein tolles Leben, doch es ist vorbei und ich bin glücklich. Einen hervorragenden Abend verlebten wir alten Hasen, es war als ob uns keine eineinhalb Jahre getrennt hätten. Aber auch sie ziehen weiter, verlassen den damaligen Arbeitsort, ihren Wohnort und sogar die Schweiz.
Wir verabschiedeten uns. Noch einmal drücken, winken und dann fuhren wir in getrennte Richtungen. Wer weiss wann wir uns das nächste mal sehen?

Mein Weg führte am Haus meiner Grossmutter vorbei, dass da, ganz still lag, der volle Mond beleuchtete den Garten, die weissen Wände und ich erinnerte mich, wie oft ich mitten in der Nacht dieses Haus betrat. Die vertrauten Räume auch in absoluter Dunkelheit fand und mich schlafen legte.
Es ist vorbei. Ich fühle mich dort nicht mehr zu Hause. Mein Herz wohnte einmal an diesem Ort, als ob ich es einem Geliebten geschenkt hätte. Jetzt bin ich hier zu Hause und es ist gut so.

Nicht anders als Tropfen sind wir, schwimmen in einem Fluss mit tausenden anderen Tropfen. Teilen uns den Weg mit immer anderen, wir versickern, tauchen wieder auf, wir lassen uns mitreissen oder liegen in einem ruhigen Bergsee um auszuruhen. Doch was, frage ich mich, treffen wir an, wenn wir ins Meer gelangen?

Freitag, 25. Januar 2013

Darf ich vorstellen, www.indie.ch!

Vor kurzem bin ich auf diese Web-Site gestossen. Liebe Leute, wenn ihr Indie mögt, dann ist diese Seite ein super Platz um ein bisschen rumzuschmöckern. Es werden regelmässig neue Bands vorgestellt. Du stöst auf neue Musik, auf tolle Konzerte und wenn du keine Lust auf das immer gleiche Gedudel aus deinem Radio hast, kannst du hier auch Online Radio hören.
Schaut euch um! Es lohnt sich!

Hier ein Song, den ich gerade eben gefunden hab...




www.indie.ch

Dienstag, 22. Januar 2013

Tun oder nicht tun

Wie ist es, frage ich dich, wenn du an Sport denkst? Bekommst du Angstschweiss auf der Stirn? Ein flaues Gefühl im Magen? Denkst du sofort an die paar Kilos die du meinst zu viel zu haben? Es ist ein ewiges Müssen mit diesem Sport!
Ich muss Sport machen um abzunehmen, um einen flachen Bauch zu bekommen, um zu Gefallen, um keine Rückenschmerzen mehr zu haben. Denkst du das? Ich denke es auch! Doch warum denke ich das, frage ich mich! Ist es nicht ein besseres Lebensgefühl, wenn man etwas trainiert ist, wenn man Kondition hat. Erfüllt es einem nicht mit einer gewissen Zufriedenheit wenn man nach einer Stunde schwimmen oder Aerobic ausgepowert nach Hause kommt. Doch, das ist es! Doch ich bin faul! Määhhh.... keine Lust! 'Ja, ich werde es später machen.' Verschieben, in dem bin ich Weltmeister.
Dumm, eigentlich sollte man sich nichts auf lange Zeit vornehmen. Heute dachte ich am Morgen: Nach der Arbeit gehe ich schwimmen. Und ich ging schwimmen. Eine halbe Stunde, ungefähr einen Kilometer, mehr nicht.
Doch da ist wieder die Kehrseite, eigentlich würde ich gerne in den Sportverein gehen, in ein Fitnesszenter, einen Kurs besuchen, um am neuen Ort neue Leute kennen zu lernen. Um sich regelmässig und mit andern auszupowern. Vielleicht ist ein wöchentliches Ritual ganz gut... Schliesslich habe ich alle aufgegeben. Meine wöchentlichen Rituale. Keinen Kurs im Moment, keine Musik, kein Sport, doch,,, ein Ritual ist geblieben. Die Bücherei. Ja mei... das ist leider kein Sport.
Es gibt Leute, die sind so richtig begeistert von dem was sie tun! Sie können jahrelang, täglich Fahrradfahren, ins Fitnesszenter, ins Fussballtraining, Gymnastik. Da fehlt mir absolut die Begeisterung und andererseits die Disziplin. Und ist das nicht öde? Sich etwas so hinzugeben, dass es das ganze Leben  bestimmt? Ich weiss es nicht und werde es wahrscheinlich nie wissen. Macht auch nichts! Ich habe mir vorgenommen Sport zu machen. Ich habe mir vorgenommen, Sport zu machen der Freude macht, der den Moment ausfüllt und nicht den Moment nicht zum verschwinden bringt, weil die Zeit einfach nicht vorbei geht. Vornehmen ist nie gut, ohhh,,, da ist der Angstschweiss schon.
Doch, von nichts kommt nichts. Also... tue ich was, langsam und gemütlich.

Freitag, 18. Januar 2013

Wir gehen aus, oder was?

Es war wieder einmal eine Nacht wie so viele.
We're going out!
Es ist Donnerstag-Abend, Freitag hab ich frei!
Schnell nach Hause, schnell in frische Klamotten. Nein, keine wirklich chicken, es ist Donnerstag Abend und ich möchte nur ich sein, ganz alleine ich, ohne Klimbim. Schnell geschminkt, ok schminken ist heute wichtig, wenn kein Klimbim dann bitte etwas Farbe!
Schnell zum Zug gerannt und eingestiegen. Einige Stationen später steigt Madame M. dazu, mit dem unserem Traditionsgetränk Nr. 1 Café de Paris Mango. Superleckerleckermegasüffig! Eine Station später werden wir rausgespickt. Madame M. konnte ihr Bahnbillet am Automat nicht mit einer 100er Note lösen. Frissts nicht. Und im Zug kann man nicht bezahlen! Dumme Regeln!!!!
Raus, ich bezahle, rein ins Häuschen, warten, trinken. Der Zug kommt, rein in den Zug, raus in Zürich und dann gehts los. Free Entry! Immer gut, schliesslich sind wir arme Gärtner.
Snakebite bitte! Traditionsgetränk Nr. 2 (1/2 Bier, 1/2 Cider und ein Schuss Sirup oder Johannisbeer-Saft)
Aber leider ist tote Hose. Wir trinken, gucken, quatschen, flirten ein bisschen. Alles langsam, träge, Donnerstag Abend.
Doch wir wollen nur eins. Tanzen! Los lassen. Alles vergessen. Fliegen. Tanzen.
Und dann endlich! Die Musik ändert, Leute ströhmen auf die Fläche. Und wir auch.
Tanzen und am besten nie wieder aufhören!
Ein Blick hier, ein Tänzchen da, ein Kompliment hier, eine Abfuhr da. So ist es. Der Abend ist toll!
Dann, der letzte Zug, laut Internet! Wir rennen, laufen! Hetzen! Doch meiner ist verpasst. Madame M. kriegt ihren. Ich einen anderen, wieder muss ich viereinhalb Kilometer nach Hause stapfen. Stapfen, joggen, keuchen, frieren. Ich will ins Bett ganz schnell!
Nach genau 41 Minuten bin ich zu Hause, drei Minuten später in den Federn.  Es war ein schöner Abend!
Und dann wache ich auf und die Sonne scheint und alles glitzert :) 

Samstag, 12. Januar 2013

Brief an mich: Ich will!

Ich kann es versuchen. Habe ich gesagt.
Danach musste ich mir die Geschichte der Erfolgsstory meines Chefs im Alter von 21 Jahren anhören. Diese Geschichte ist also vor ungefähr 35 Jahren geschehen, er hatte damals gesagt. Ich machs! Kein Problem! Das sollst du sagen! Hat er mir eingeimpft. Schliesslich war er im Alter von 21 Jahren ein regelrechter "Sebesiech"! *Zwinker*
Und dann komm ich und sag: Ich kann es versuchen. Hallo? Habe ich nicht mehr Selbstbewusstsein??? Nicht mehr Selbstbewusstsein nach all der Zeit in der Schule, nach all meiner Erfahrung? Nein?? Ich kann es versuchen!!! Das geht doch schon einmal gar nicht!
Ich will! Ich tue! Das ist was alle hören wollen! Und das ist ja auch was ich will. Dummerweise will ich mich nur schon mal absichern, falls ich scheittern sollte. Aber werde ich scheitern? Mal ehrlich? Nein! Bestimmt nicht! Ich werde meinen Kopf in Bücher stecken und Gehölze lernen! Ist doch gelacht wenn ich das nicht schaffe!
Also Kopf hoch! Ich kann das! Ich will das! Los gehts..!

Freitag, 11. Januar 2013

Brief an Mich: Absolute Leere

Ich war leer. So leer wie ein leerer Pappkarton. Unauffällig, unbeachtet, gefühllos,gleichgültig, lustlos einfach nur leer.
Kennst du dieses Gefühl? Es ist hässliches Gefühl!
Heute habe ich mich beim Leer-Sein beobachtet. Ich war in Zürich und Leer, ich wollte am Abend eine Freundin treffen und da ich noch ein bisschen shoppen wollte ging ich einige Stunden, na ja, es waren ziemlich viele Stunden, früher. Doch was ich nicht wusste als ich ging war, dass ich leer war.
Ich sah schöne Dinge, doch ich fühlte nichts.
Ich rannte durch Geschäfte, fand nichts.
Ich sprach mit Leuten, doch ich hörte nichts.
Ich ging durch schöne Strassen, doch ich schaute nicht richtig hin.
Niemand beachtete mich, ich war grau. Unsichtbar. Doch ich war nicht unglücklich deswegen.
Ich sass im Bücherladen, Leer. Keine Begeisterung für das geschriebene Wort. Nur sitzen schauen, sitzen schauen. Existieren.
Ich war nicht deprimiert, ich war nicht traurig, nur leer. Jedoch weiss ich aus Erfahrung, dass diese Leere irgendwann zu schlechter Laune führt. Diese miese Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit führt unweigerlich zu Unzufriedenheit mit der Situation. Zu Melancholie und wenn die Leere einem ganz lange befällt auch zu einer Depression, doch das habe ich zum Glück noch nie erlebt.
Schlecht ist, wenn einem diese Leere auf Reisen befällt, es ist dann ganz schwierig sie loszuwerden. Meistens befällt sie einem wenn man alleine unterwegs ist und dann muss man ganz schnell unter laute, lustige Leute oder noch schneller den Ort wechseln. Sonst verliert man die Freude am Unterwegs sein und nichts ist mehr so toll wie es eigentlich wäre. Ein grauer Schleier über der Welt.


Heute war ich aber leer in Zürich, zum Glück nicht allzu weit weg und wärend meines Sitzen und Schauen im Bücherladen, guckte ich auf mein Handy und bemerkte dass meine Freundin schon vor über einer Stunde abgesagt hatte, sie war krank und dann ich ging einen Chai-Latte, in einem wunderbar niedlichen Kaffee trinken. Und Bumm, das ICH war wieder da. Glückcherweise. Die Leere war weg und ich strahlte wieder und musste ganz schnell zum Zug rennen, damit ich ihn nicht verpasste.

Montag, 7. Januar 2013

Movie to see: The Boat That Rocked


Die Geschichte: Carl, 18, wird von seiner Mutter, wegen schlechtem Benehmen zu seinem Patenonkel geschickt. Ein alles andere als gewöhnlicher Patenonkel, denn Quentin ist der Chef von Radio Rock. Der Piratensender hat seine Station auf einem Schiff in der Nordsee und sendet von dort aus rund um die Uhr.
Weil der Regierung, der zu Beginn noch legale Sender, ein Dorn im Auge ist ändern sie die Gesetze so, dass das Betreiben eines Piratensenders illegal wird.
Doch während des ganzen Kampfs der Regierung, geniesst Carl und die Besatzung des Bootes das Leben und die Musik aufs Volle. Liebe,Heirat, Sex, Freundschaft, Scheidung, Rivalitäten, gute Klänge, viel Spass und die Suche nach Carls Vater machen das Leben auf Boot interessant.
Nachdem die Regierung das "Schifffahrt-Schutzgesetz" veranlasste, beschliesst die Crew von ausserhalb der Dreimeilen-Zone zu senden, doch auf dem Weg dorthin explodiert der uralte Schiffsmotor.

Eine Liebesgeschichte an den Rock n' Roll.





Als Vorlage für den Film war der Piratensender Radio Caroline, der von 1964 bis 1990, mit einigen Unterbrüchen, von der See aus sendete. Radio Caroline machte Bands wie The Who oder Status Quo bekannt. Heute verfügt der ehemalige Piratensender über die offizielle Sendelizens und ist über Satellit und Webradio zu hören.

Freitag, 4. Januar 2013

Brief an Mich, oder bin ich verrückt?

Bin ich nicht normal, wenn ich Briefe an mich schreibe? Ich bin wahrscheinlich genau so normal wie du, der das gerade liesst. Dass man normal ist möchte niemand so richtig zugeben und doch liegen die meisten von uns mit ihrer Abnormalität irgendwo im Durchschnitt des menschlichen Benehmens. An sich selber zu schreiben gilt als normal, Tagebuch kennt jeder und von dem erfährt ja eigentlich selten jemand, ausser wenn irgendein Bösewicht das geheim Geschriebene durchliesst. Führe ich aber Selbstgespräche hört man oft, man sei nicht ganz gesund im Oberstübchen. Wo ist eigentlich der Unterschied und stimmt das? Gehöre ich deshalb in die Klapse? Gehörst du in die Klapse? Nein, nein, keine Angst, dieser Artikel vom Tagesanzeiger, hat dieses Thema behandelt und Gratulation, führst du Gespräche mit dir selbst bist du ein überaus vernünftiger Mensch. So helfen diese Selbstgespräche zum Beispiel beim Abbau von Frustration (Fluchen) und Trauer und wenn wir uns selbst anspornen geht sowieso Alles zehnmal besser, ist es nicht so?
Also, wir sind nicht verrückt sondern klug und deshalb ist ein Brief an mich auch nicht verrückt.
Weshalb aber dieser Titel?
Schon lange schreibe ich Dinge für mich auf, manchmal in Form eines Tagebuches und manchmal in der Du-Form, manchmal als Ich. Ganz oft sind es aber einfach Momente die ich in möglichst verschlungenen Worten beschreibe. Irgendwann habe ich entdeckt, dass ich die Form eines Tagebuchs nicht sehr mag. Ich fühle mich dann wie gehemmt zu schreiben, es ist einfach zu wenig Abstand da, deshalb habe ich irgendwann begonnen Briefe an Mich zu schreiben. Es lässt mich die Dinge die ich erlebt, gesagt, gesehen oder gefühlt habe mit anderen Augen sehen. Als würde ein Dritter das Geschehene noch einmal durchleuchten. Irgendwie gewinne ich so Abstand, verstehe einfacher und oft sind die Dinge mit Abstand gesehen wesentlich Unterhaltsamer als wenn man mitten drinn ist.
Eigentlich ist ja ein Blog auch so eine Art Brief an sich und die ganze Welt. Na ja, wohl eher an die ganze Welt, aber es ist ja jedem selber überlassen welche Briefe er lesen möchte und welche er nicht beachtet.
Also wenn ihr in Zukunft Briefe an Mich findet, dann könnt ihr euch entweder mit meiner verschobenen Gedankenwelt auseinandersetzen oder ganz schnell weiter klicken! :)

Dienstag, 1. Januar 2013

Hey you! Yes you! Look at me!

 


Who am I for you? A little person lying on the moon, all alone? No, no, I am not alone. Look better! Who am I?
Am I your little thinker, before a big decision?
Am I your little reposer, when you need the silence and the inner peace most?
Or am I your little dreamer on the moon? Lying up there, with all your fantasy, your dreams, your covert wishes.


It doesnt matter what i am for you. I am whatever you feel like. I am the dreamer, the person who makes holidays on the moon, sleeper, hanger or melancholic thinker. And when you look at me closly, you can see that I smile!

I wish you time for yourself!

Happy new year!