| Bild aus dem Garten meiner Eltern. |
Eine Reisende, unterwegs. Zwei Jahre waren vorbei. Zeit weiter zu ziehen.
Doch gestern war ich wieder da. In unserer ehemaligen Stammkneipe habe wir Met getrunken, sind durch die Strassen gezogen und an einer Faschingsparty gelandet. Die Strassen, die Gebäude, die Erinnerungen, die Gespräche, das Lachen, alles so vertraut und doch war ich fremd. Es war ein tolles Leben, doch es ist vorbei und ich bin glücklich. Einen hervorragenden Abend verlebten wir alten Hasen, es war als ob uns keine eineinhalb Jahre getrennt hätten. Aber auch sie ziehen weiter, verlassen den damaligen Arbeitsort, ihren Wohnort und sogar die Schweiz.
Wir verabschiedeten uns. Noch einmal drücken, winken und dann fuhren wir in getrennte Richtungen. Wer weiss wann wir uns das nächste mal sehen?
Mein Weg führte am Haus meiner Grossmutter vorbei, dass da, ganz still lag, der volle Mond beleuchtete den Garten, die weissen Wände und ich erinnerte mich, wie oft ich mitten in der Nacht dieses Haus betrat. Die vertrauten Räume auch in absoluter Dunkelheit fand und mich schlafen legte.
Es ist vorbei. Ich fühle mich dort nicht mehr zu Hause. Mein Herz wohnte einmal an diesem Ort, als ob ich es einem Geliebten geschenkt hätte. Jetzt bin ich hier zu Hause und es ist gut so.
Nicht anders als Tropfen sind wir, schwimmen in einem Fluss mit tausenden anderen Tropfen. Teilen uns den Weg mit immer anderen, wir versickern, tauchen wieder auf, wir lassen uns mitreissen oder liegen in einem ruhigen Bergsee um auszuruhen. Doch was, frage ich mich, treffen wir an, wenn wir ins Meer gelangen?
